Case Study

Augustusburg

Die Kleinstadt Augustusburg wollte das große Digitalisierungsunterfagen #diStadt der nächsten 10 Jahre mit den Bürgerinnen und Bürgern verbinden. Durch die Plattform, mit der die Stadtverwaltung Bürger einbeziehen und gemeinsam projektieren kann, wird Augustusburg #diStadt, weil sie mit dem Input der Bürger bessere Entscheidungen trifft. Aus "Es bringt doch eh nichts" wird eine konstruktive Arbeitseinstellung.

4556
Inhabitants
Germany
Country
Die Stadt Augustusburg (5.200 Einwohner) liegt zwischen Dresden und Chemnitz und erstreckt sich mit ihren fünf Ortsteilen (Augustusburg, Erdmannsdorf, Grünberg, Hennersdorf, Kunnersdorf) vom 516 Meter hohen Schellenberg hinab in die Täler der Flüsse Flöha und Zschopau. Im Jahre 1980 erhielt Augustusburg erstmals den Titel "Staatlich anerkannter Erholungsort"; im Jahre 2016 wurde sie "digitale Kommune 2016". Das Schloss Augustusburg kombiniert Europas bedeutendstes Motorradmuseum sowie ein umfangreiches Schlossmuseum mit einer herausragenden Architektur. Die Jugend der Gemeinde liebt das Freizeitbad, den Ultraleicht- und Gleitschirmflugplatz , die Sommerrodelbahn (mit Nachtrodeln) sowie den Skihang und die Downhill-Wettbewerbe.

KONTEXT

Die von Tourismus und Dienstleistungen geprägte Gemeinde erlebt einen tiefgreifenden technologischen und demografischen Wandel. Diesen Wandel gestaltet Augustusburg im Rahmen von #diStadt. "Wir wollen Projekte durchführen, die digitale Bildung verbessern, Online- und Computerkurse für alle Altersgruppen anbietet und Unternehmen & StartUps nach Augustusburg bringt, um mit uns gemeinsam die digitale Zukunft zu gestalten."

Augustusburg hat schon lange auf die Teilhabe und das Engagement der Bürger gesetzt, etwa bei dem Bau von Spielplätzen. Die Kleinstadt wollte das große Digitalisierungsunterfagen #diStadt der nächsten 10 Jahre mit den Bürgerinnen und Bürgern verbinden. Durch die Plattform, mit der die Stadtverwaltung Bürger einbeziehen und gemeinsam projektieren kann, wird Augustusburg #diStadt, weil sie mit dem Input der Bürger bessere Entscheidungen trifft. Aus "Es bringt doch eh nichts" wird eine konstruktive Arbeitseinstellung. 

Langfristig kann die Bürgerplattform von CitizenLab mit verschiedenen SmartCity-Anwendungen integriert werden, was noch mehr Fingerspitzengefühl in der Entscheidungsfindung sowie Effizienzgewinne in der Planung bedeutet. Augustusburg wurde 2016 für sein erstes Digitalprojekt Kleinstadtmenschen ausgezeichnet, eine digitale Interviewsammlung von Menschen der Stadt, die Geschichten in einem 360-Grad-Rundgang erzählen. http://www.kleinstadtmenschen.de/ Eine Gesundheitsmonitoring-Lösung vor Ort kommt von dem Berliner StartUp "&gesund", einem sehr innovativen und jungen Unternehmen, das aus einem Projekt des Fraunhoferinstitutes hervorgegangen ist. Unterstützt von der KOMSA Hartmannsdorf ist nun ein erstes Testset im Einsatz, das Älteren dabei hilft, gesund zu bleiben.

PROZESS

Aufbau und Konfiguration

Der Beteiligungsstratege von CitizenLab und der Bürgermeister Dirk Neubauer erarbeiteten zusammen eine Beteiligungsstrategie, aufbauend auf einer Akteurskonstellation, Ressourcen-Übersicht und verwaltungsinternen Abstimmung über Zuständigkeiten. Der Umfang der Plattform-Projekte und Themen wurden abgesteckt. Die Stadtverwaltung nahm die Plattform schnell an, weil sie einfach zu handhaben war.

Auftakt und Start

Die Auftaktphase der Plattform ist essentiell für langfristige hohe Aktivitäten auf der Plattform, weil dann Kommunikation und Stadtmarketing anlaufen, Ratsmitglieder eingebunden werden und erste Nutzererfahrungen mit anschließendem Anpassungsbedarf gemacht werden. Bürgermeister Dirk Neubauer sagte: "CitizenLab war vor allem eines: kompetent. Bei unserem Projekt konnten wir keine Experimente eingehen, weil es an sich bereits ein Risiko ist, Bürgerinitiativen 100.000 Euro Finanzierung zu geben."

Moderation und Steuerung

Die Bürger haben 100T Euro potentiell zur Verfügung, um ihre Ideen umzusetzen. Zwei Monate lang haben sie die Chance ihre Ideen und Vorschläge zu teilen, daraufhin sichtet der Stadtrat und die Fachausschüsse der Verwaltung die Ideen. Letztlich entscheidet am 26. Juni der Stadtrat über die Ideen. Bürgerinnen und Bürger können immer von sich aus ohne Zeitrahmen Ideen in der Ideenbox hinzufügen.

Auswahl und Feedback

CitizenLab hilft der Gemeinde, den gesamten Input der Bürgerschaft in Kategorien zu clustern. Zudem werden die Favoriten nach Bewertungen und Aufmerksamkeitsscore ermittelt. Hieraus entstehen N Anträge beim Rat. Dieser arbeitet in geschützen Arbeitsräumen und Arbeitsgruppen auf der Plattform direkt mit dem Input der Bürger. Alle Nutzer erfahren, wo ihre Idee steht und was damit passiert bis zur allerletzten Umsetzung, weil automatische Feedbackloops und Ideen-Management die Verwaltung unterstützen und Aufwand minimieren.

Ergebnisse und Umsetzung

In der Umsetzung befindlich. Zielgrößen sind monatliche Nutzer, registrierte Nutzer, Anzahl von Vorschlägen und Bewertungen.

Nächste Schritte

Die finale Auswahl wird vom Rat in öffentlicher Sitzung durchgeführt. Alle Bürgerinnen und Bürger erhalten automatisch Einladungen und werden über den Ausgang der Sitzung über massenhaftes, segmentiertes Feedback informiert. Es findet sich bereits ein neues Projekt, das die Plattform im Herbst und Winter beschäftigen wird.

CitizenLab - Civic Engagement made really easy

Discover what the platform
can do for your civic engagement

Explore all the possibilities with one of our specialist

Get a demoChat with an expert