OpenGoverment und E-Government—“Kartoffel, Kartoffel”, denken Sie sicher. Auch wenn viele Personen den Ausdruck synonym verwenden gibt es wichtige Unterschiede. Dieser Artikel beleuchtet die bestehende Verwirrung zwischen den Begriffen „E-Government“ und „OpenGoverment“. Es ist Zeit, die Unterschiede aufzudecken!

In den letzten Jahren sind die beiden Ausdrücke „OpenGoverment“ und „E-Government“ aufgetaucht. Wenn wir jedoch einen Blick auf die Suchergebnisse der letzten zwei Jahre werfen, fällt auf, dass der Begriff „E-Government“ schneller mehr gesucht wurde als sein kleiner Bruder „Civic Tech“, zu dem Zeitpunkt bereits ein gängiges Konzept. Dabei gibt es deutsche Paradebeispiele von Civic Technology, etwa die Seite www.istderberschonfertig.de.

OpenGoverment versus E-Government: Ein Vergleich

Im Vergleich zu E-Government, das eine große Auswahl an Technologien verbirgt, mit denen Regierungen die Effizienz ihrer internen Prozesse steigern kann, hat OpenGoverment seinen Schwerpunkt darauf, die Bürger untereinander zu verbinden und von ihrer Regierung Informationen erhalten, verbunden und angesprochen werden können, um das Gemeinwohl zu verbessern.

Der folgende Vergleich ist sicherlich ein unvollendeter und nicht erschöpfender Versuch, um darzustellen, wie sich diese beiden Ausdrücke voneinander unterscheiden:

  OpenGoverment E-Government
Ziel Austausch mit der Gemeinschaft Operative Effizienz
Nutznießer Bürger Regierungen
Zweck auftragsgeberorientiert wachstumsorientiert
KPIs Bindungsrate, Anwenderbasis Umsatzwachstum, Abwanderungsquote
Herausforderungen Bürgerengagement in der Balance, Findung eines nachhaltigen Geschäftsmodells Bedarf der Anpassung, langsame interne Übernahme
Kategorien ·       Offene Daten und Transparenz

·       Abstimmung und Wahl

·       Interaktionen Bürger/Regierung

·       Bürgermobilisierung

·       Beziehungsmanagement Bürger (CRM)

·       Content Management System (CMS)

·       System der öffentlichen Sicherheit

·       Warenwirtschaft (ERP)

·       Geographisches Informationssystem (GIS)

Kunden E-Government, Endkunden, Werbetreibende, ausgewählte Amtsträger Behörden
Geschäftsmodell ·      E-Government (SaaS)

·       Werbung

·       Datenmonetisierung

·       Transaktionsgebühren

·       Spenden

·       Software-as-a-Service (SaaS)

·       Beratung

Top-Unternehmen Nextdoor, Change.org OpenGov, Accela

 

Kann ein Unternehmen sowohl in der OpenGoverment- als auch in der E-Government-Ecke tätig sein?

Auf jeden Fall. Und genau hier liegt der optimale Ansatzpunkt für viele Unternehmen aus dem OpenGov-Bereich. Denken Sie an diese 7 Open-Gov-Projekte aus Deutschland, von denen Sie zumindest den Wahl-o-Mat und Ist der BER schon fertig?  kennen sollten!

Wie in der obigen Tabelle dargestellt sollten Sie die von Ihnen entwickelte Civic-Tech-Lösung als Software-as-a-Service an öffentliche Institutionen verkaufen. Hierbei schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe, denn Sie helfen sowohl Ihren Hauptnutznießern, den Bürgern, als auch der Regierung als Ihr Kunde.

Was ist mit Unternehmen aus dem Bereich gesellschaftliches Engagement?

Im Zusammenhang mit einer Lösung für gesellschaftliches Engagement bedeutet dies, dass Sie die Gemeindebeteiligung an sich nur als Teil hin zu einer verlängerten Wertkette in Betracht ziehen müssen, die auch die internen Abläufe berücksichtigt.

[clickToTweet tweet=“Werte und Verantwortung sind unsere Zukunft.“ quote=“Nur durch die Optimierung des Betriebssystems unserer Regierungen werden wir wachsen. #opengov #egov #CitizenLab“]

Bei CitizenLab beispielsweise entwickeln wir eine Plattform, die nicht nur hilft, dass Behörden die Bürger einbinden können, sondern optimiert auch interne Abläufe, indem ein durchgängiger Prozessablauf und -analysen geschaffen wird, mit dem bürgerliche Eingaben so automatisiert wie möglich bearbeitet werden können.

Empfehlenswerte Folgelektüre: der OpenGovernment-Bericht der Knight Foundation.

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