Sogar in dem digitalen Zeitalter, in dem wir uns zurzeit befinden, fühlt sich die Nutzung von Online-Diensten bei den öffentlichen Verwaltungen ein bisschen so an, als ob man eine Zeitmaschine besteigen würde. Allerdings wachen die Regierungen überall in Europa auf und beginnen damit ihre Technologie in das 21. Jahrhundert zu übertragen. Langsam setzt  sich die Erkenntnis durch, dass es viele Vorteile mit sich bringt, wenn man Cloud-Software-Lösungen von Dritten anwendet, die in der Lage sind, das Erbringen von öffentlichen Dienstleistungen zu erleichtern. Schauen wir uns ein mal gemeinsam die Gründe an, warum eGovernment die nächste große Bruchstelle in Europa sein kann.

Es ist Zeit für eine Revolution

Nur 40 Prozent der Bürger in Europa haben aktuell Zugang zu elektronischen Behördendiensten und die meisten Länder haben Schwierigkeiten damit überzeugende digitale Dienstleistungen anzubieten. Ein Bericht der EU aus dem Jahre 2017 zeigt, dass die Benutzerfreundlichkeit von elektronischen Behördendiensten sich verbessert hat, das Tempo aber noch zu langsam ist. Die Regierungen scheinen den Schwerpunkt immer noch bei der Bereitstellung der Dienste zu haben, anstatt die Vorzüge für die Bürger hervorzuheben. Kombiniert man das mit der Tatsache, dass die Bürger immer stärker nach Transparenz verlangen wird klar, dass ein Momentum für eine eGovernment-Revolution vorhanden ist.

„Erfasst man das volle Potenzial der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, kommt man weltweit auf eine jährliche Summe von 1 Billion US-Dollar.“

Die Zusammenfassung der oben genannten McKinsey-Analyse beschreibt die große Chance durch eGovernment, ermöglicht durch verbesserte Kostenstruktur und höhere Leistungsfähigkeit. Die Europäische Union lädt in steigendem Maße Drittanbieter über verschiedene Förderprogramme dazu ein, gemeinsam die Herausforderungen im eGovernment-Bereich anzugehen. Im Jahre 2015 förderte die EU beispielsweise Start-ups, die mobile Apps mit deren Hilfe das Erbringen von öffentlichen Dienstleistungen erleichtert wird, entwickeln. Die Regierungen fangen damit an, die Beauftragung von externen Firmen aus dem Bereich der Privatwirtschaft für ihre Digitalisierungspläne in Kauf zu nehmen, denn diese verfügen über das notwendige Know-How der neuesten Technologien.

Chancen des eGovernments

Die Marktchancen und die Unterstützung durch die EU ziehen Unternehmer und Investoren in diesem Sektor an. Nachfolgend sind drei weitere Gründe aufgeführt, aus denen Start-ups in der Lage sind, den öffentlichen Verwaltungen ihre Dienste anzubieten.

  • Cloud-Technologie
    Software-as-a-Service-Start-ups können den Bedürfnissen der öffentlichen Verwaltungen schneller und billiger nachkommen. Die Cloud ermöglicht es den Behörden Technologie von der Stange einzusetzen und aktuell zu halten, gleichzeitig ermöglicht die Cloud-Technologie den Unternehmen mit großen Datenmengen zu arbeiten – eine Eigenschaft, die im öffentlichen Sektor sehr nützlich ist.
  • Loyale Kunden
    Das öffentliche Beschaffungswesen belohnt Ausdauer und Geduld. Wenn die Software-Dienste allerdings preislich die öffentliche Grenze unterschreiten, dann tendieren die Verkaufszyklen dazu, genauso kurz wie auf den durchschnittlichen B2B-Märkten zu sein. Da die öffentlichen Budgetplanungen langfristig ausgelegt sind, sind die öffentlichen Verwaltungen auch langfristig loyale Kunden. GOV.UK veröffentlicht auf seiner Website Tipps für KMUs die bei öffentlichen Aufträgen mitbieten.
  • Interesse der Investoren
    In den USA wuchs noch vor Europa das Interesse am eGovernment. Die US Venture Capital-Firma Andreessen Horowitz und der Fonds mit dem passenden Namen Govtech Fund investieren aktiv in Start-ups im eGovernment-Bereich. In Europa steht man auch vor tief greifenden Veränderungen. Das kapitalkräftige europäische Start-up Scytl beweist diese Veränderung in der Mentalität der Investoren.

Warum sollten Sie beim eGovernment mitmischen?

Viele Millennials fangen an Start-ups zu gründen, um sich auf diese Weise gesellschaftlich zu engagieren. Sie möchten etwas aufbauen das wirklich zählt und wollen dies auf dem Weg des eGovernments erreichen. Mit einen eGovernment-Start-up besteht die Möglichkeit öffentliche Verwaltungen zu verändern und damit Veränderungen für sehr viele Menschen zu erreichen. Sind Sie bereit dazu diese Herausforderungen anzunehmen?

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