Wir leben in Zeiten, in denen sich weltweit und national mehr verändert als jemals zuvor. Unsere Zeit ist nicht durch einmalige Ereignisse wie dem Mauerfall geprägt, sondern durch eine beschleunigte Evolution funktionierender Systeme: Veränderungen der Kultur, Heimat und Lebenswelten, Energie, Demografie, Politik und Medien.

Immer mehr Menschen fühlen sich von diesen Veränderungen ausgeschlossen, weil sie davon betroffen sind, aber nicht gehört werden. Zudem sind mehr Bevölkerungsgruppen als zuvor bereit und in der Lage, Konflikte mit gewählten Volksvertretern und lokalen Behörden einzugehen.

Etablierte Denkweisen gelten heutzutage schnell als überholt. Identitäten, etwa der eigene Beruf, bröckeln dahin. Das schafft Existenzangst.

Der Umgang mit Bürgern – neuen und alten

Kein Bürgermeister wird Integration, Zuwanderung und den Umgang mit Flüchtlingen ohne neue Formen der Bürgerbeteiligung langfristig meistern können. Wie gehen Sie mit Ihren Bürgern um? Bei der Digitalisierung macht sich zunehmend Politikferne und Politikverdrossenheit unter weiten Teilen der Bevölkerung breit, weil durch den Technik-Fokus oft Ihre Bürgernähe verloren geht.

In Deutschland haben sich große Teile der Bevölkerung zur Stillen Mehrheit ernannt. Verallgemeinerte Enttäuschung durch “die Politik” – sogar kommunale Politik – findet ihre ersten Ansätze oft in lange vergangenen Zeiten. Seit den 70er Jahren hat das Vertrauen der Bürgerinnen in die Politik stetig abgenommen.

 

Zunahme der Konfliktorientierung

Die Zunahme von nicht konsensorientierten Interessengruppen ist unbestreitbar. Dieser Trend ist in ganz Europa zu finden, wenn auch in unterschiedlicher Stärke. Auch wenn diese Situation sehr bedauernswert ist, ist sie nicht unvermeidlich. Wir wollen Ihnen helfen dieser Entgrenzung und Polarisierung der öffentlichen Meinung im Netz eine gesteuerte digitale Transformation entgegenzusetzen. Wir begleiten Sie bei der digitalen Transformation des Umgangs miteinander.Durch neue Formen der Bürgerbeteiligung können disparate Interessengruppen integriert werden, indem sie in verschiedenen Verfahren vor Ort konsultiert werden.

Was bräuchte es für die Isolierten, um sich wieder in ihren Gemeinden einzubringen? Vom Klagen zur Mitarbeit zu finden? Digitale Bürgerbeteiligung kann folgende Botschaft sehr elegant vermitteln: Wir wollen eine bessere Beziehung zwischen Bürger und Regierung versuchen und aufbauen.

 

Leistungsfähigere Verwaltungen durch Technologie

Verwaltungsmitarbeiterinnen müssen zeigen, dass sie an den Ansichten aller ihrer Bürger und Bürgerinnen interessiert sind – nicht nur an derjenigen einiger weniger lautstarker oder eloquenter Redner. Hierzu braucht die Verwaltung Werkzeuge, die die Bürgerbeteiligung erleichtern. Daher brauchen wir digitale Bürgerbeteiligung.

Durch digitale Bürgerbeteiligung im Sinne informeller Bürgerbeteiligung zu einem Stadtkonzept oder der Gestaltung eines Parks, aber auch als Integration mit Fachverfahren, bei denen eine Umfrage oder Meinungseinholung Sinn macht.

 

Bürgermeister bringen alle an einen Tisch

In erster Hinsicht können Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der Radikalisierung entgegenwirken durch permanentes Informieren des einzelnen Bürgers, indem sie den Bürger frühzeitig in die Entscheidungsfindung einbeziehen. Indem Kommunikationsschleifen von der Stadt an den Bürger und wieder zurück gehen, und diese durch Technologie leicht in der Handhabung sind und effizient ablaufen, bleibt jeder Bürger im Bilde.

Außerdem schafft digitale Bürgerbeteiligung einen neutralen Ort, an dem Menschen sich äußern können – vor allem im Vergleich mit vor-selektionierten Facebook-Gruppen oder Abendveranstaltungen im Ratshaus. Als Bürgermeister bringen Sie die Leute an einen Tisch und gehen mit erhobenem Haupt voran, weil Sie frühzeitig und beständig informieren.

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